AO Trauma Deutschland im Gespräch mit dem Jungen Forum O & U der DGOU, Frau Dr. Annika Hättich

Die Zusammenarbeit des Jungen Forums mit der AO Trauma Deutschland wurde in den vergangenen Jahren gefestigt und erweitert, worüber wir uns besonders freuen. Hier greift der Leitsatz „Begeisterung im Nachwuchs fördern“ die Philosophie der AO TD auf, da der Nachwuchs in der AO-Familie eine große Rolle einnimmt.

Frau Dr. Annika Hättich, Oberärztin im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, leitet das Junge Forum und ist als Repräsentantin bei den AO-internen Sitzungen geladen. Seit November 2019 unterstützt Frau Dr. Hättich aktiv das Auswahlkomitee für die Nachwuchsförderung der AO TD und wird dieses Jahr bei der Dreiländertagung in Wien persönlich dabei sein: „Es ist eine große Ehre für mich, zu den Sitzungen eingeladen zu werden.“

Wir hatten die Gelegenheit mit Frau Dr. Hättich persönlich zu sprechen und sind begeistert von den innovativen und zukunftsweisenden Ideen des Jungen Forums – aber lesen Sie selbst:

AO TD: Beim Stöbern auf Ihrer Website sind wir auf das Berufseinsteigerheft gestoßen, was den jungen Assistenzärzten den Einstieg ins Berufsleben erleichtert. Dieses Heft umfasst 53 Seiten und ist eine großartige Zusammenstellung der ToDo´s im Klinikbetrieb, zur Aufnahme eines Patienten, zum Schreiben eines Arztbriefes usw. Welche Rückmeldungen erhalten Sie hierzu?

Hättich: Das Einsteigerheft wird gerne in Anspruch genommen, da es jungen Ärzten den Einstieg und die Gesamtheit der notwendigen Schritte verdeutlicht und erleichtert – wir erhalten nur positive Rückmeldungen.

AO TD: Das Junge Forum hat sich auch Gedanken über schwangere Ärztinnen und die allgemeine Elternzeit gemacht. Hierzu ist auf Ihrer Website das „Positionspapier“ für Schwangere zu finden. Welche Merkmale, auch im Hinblick auf Familienfreundliche Arbeitszeiten machen sich im heutigen Klinikalltag bemerkbar?

Hättich: Corona-bedingt ist so, dass Schwangere ein schnelles Berufsverbot erhalten. Aber auch hinsichtlich der Strahlenbelastung ist es nicht möglich vollumfänglich zu arbeiten. Die Arbeitszeiten haben sich ebenfalls Corona-bedingt leicht geändert. Wir müssen sehen, wie sich dies in der Zeit nach Corona weiterentwickelt.

AO TD: Unsere Entdeckungsreise auf der Website des Jungen Forums führte uns auch zu Ihrem Podcast „Ein ganz gewöhnlicher Knochenjob“. Um welche Themen geht es genau in diesem Podcast?

Hättich: In jeder Folge wird ein neues, manchmal ganz alltägliches Thema besprochen und ist nach dem Grundprinzip „aus der Praxis für die Praxis“ gestaltet und mit der Überleitung zur Weiterbildung verknüpft: „Hören Sie gerne mal rein ...“

AO TD: Besonders spannend fanden wir den „virtuellen Stammtisch“. Was verbirgt sich dahinter?

Hättich: Der Stammtisch ist durch Corona entstanden und hat eher einen „privaten“ Hintergrund. Es gab durch Corona weniger die Möglichkeit sich auszutauschen. Wir haben den virtuellen Stammtisch ins Leben gerufen, um uns weiter im jungen Kollegium zu treffen und zu diskutieren – einfach um uns zu sehen, wenn auch nur über die Kamera, und über aktuelle Themen zu sprechen wie z.B. über den kommenden DKOU.

Das junge Forum wurde 2003 gegründet und gewinnt seither stetig neue Mitglieder.

Vielen Dank für dieses Engagement!